17.04.2010 – WJA (BOL) SV Bruckmühl – TSV Ottobrunn 22:17 (10:8)
Die Ottobrunner Mädels mussten zu Ihrem letzten Spiel dieser Saison in Bruckmühl antreten. Viele von Ihnen erinnerten sich zurück, denn vor einem Jahr, ebenfalls beim letzten Spiel der Saison, mussten die Ottobrunner an selber Wirkungsstätte eine bittere Niederlage hinnehmen. Dies wollte man natürlich nicht noch einmal geschehen lassen. Allerdings fehlte mit Yvonne Lesewa die Ottobrunner Torfabrik.Nichts desto trotz war die Marschroute klar. Die Mädels wollten von Anfang an das Tempo machen, um sich gleich zu Beginn abzusetzen. Das Tempo stimmte zunächst auch, allerdings stand die Abwehr, welche in den letzten Spielen so hervorragend funktioniert hatte, wie versteinert da. Die Spielerinnen aus Bruckmühl hatten keine Mühen sich durch die großen Lücken der Ottobrunner Defensive durchzutanken. Im Angriff lief es zwar nicht so rund und man lies sich durch die vorgezogene Abwehrspielerin aus dem Konzept bringen, allerdings konnte man zumindest das Ergebnis bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit noch ausgeglichen gestalten (8:8). Es kann allerdings behauptet werden, dass keine der Spielerinnen so wirklich an die normale Form heran fand und es in der zweiten Halbzeit eigentlich nur besser werden konnte.
Diese wurde allerdings, trotz des Wissens, dass dies das letzte Spiel ihrer Jugendkarriere war und man bei einer Niederlage die Vizemeisterschaft aus der Hand geben würde, genauso begonnen wie die erste Halbzeit aufgehört hatte. Bruckmühl tankte sich entweder mit einer Einzelaktion durch die Lücken der Abwehr, oder kam über Anspiele an den Kreis zu Toren. Die Gastgeber konnten ihren Vorsprung gleich am Anfang von 10:8 zur Halbzeit auf 13:8 erhöhen. Ab diesem Zeitpunkt lief es zwar ein kleines bisschen besser in der Abwehr. Im Angriff klebte aber das Pech an den Ottobrunner Händen. Keine der Mädels wollte so richtig Verantwortung übernehmen und versuchte möglichst schnell den Ball wieder weg zu bringen. Mit einer Umstellung in der Abwehr versuchte man nun die Bruckmühler aus dem Konzept zu bringen, um so zu leichteren Toren aus dem Tempogegenstoß zu kommen. Dies klappte aber nur vereinzelt. Noch zu häufig gelang der Durchbruch auf Bruckmühler Seite. Ottobrunn geriet Mitte der zweiten Halbzeit sogar mit acht Toren in Rückstand (22:14). Ab dann griff die Abwehr der Gäste endlich, dennoch war der Angriff an diesem Tag einfach zu harmlos. Man konnte zwar selbst noch drei Tore erzielen, allerdings reichte diese Leistung nicht mehr um das Spiel zu drehen.
Dieses Spiel soll aber nicht über die Gesamtleistung der kompletten Saison hinweg täuschen. Gerade die Spiele kurz vor Weihnachten gegen Raubling, welche auch gut und gerne vom Niveau her auf Bayernligaebene hätten stattfinden können, zeigen die gute Entwicklung der jungen Ottobrunner Mannschaft. Konnte man in der ersten Bezirksoberligasaison lediglich den vorletzten Platz und in der letzten Saison “nur” den sechsten Platz erreichen, gelang den Mädels zum Abschluss ihrer Jugendkarriere ein hervorragender dritter Platz hinter dem Meister Ismaning und dem zweit platzierten Raubling.
In den Sommermonaten wird jetzt erst einmal die Beachhandballsaison eröffnet. Die Mädels fahren insgesamt auf drei Turniere in Großlangheim, Geislingen und Haibach. Dort werden sie in der Damenkonkurrenz ihr Glück versuchen, bevor es ab September wieder um die “Wurscht” geht.
Der TSV Ottobrunn spielte in folgender Aufstellung:
Lena Schmidt (Tor), Rebecca Kingsbury (5), Hanna Schmidt (5/1), Katharina Wutte (2), Miriam Recker (2), Yvonne Langer (2/2), Lucia Luzzi (1), Franziska Geiger und Pia Wagini
