29.11.09 – WJA BOL TSV Ottobrunn – TSV Allach 21:6
Die Ottobrunner Mädels wollten sich für die schmerzliche Heimniederlage von vergangener Saison rächen. Sie nahmen sich vor, von Anfang an Gas zu geben und den Gästen aus Allach keinen Raum zum Atmen zu lassen.
Die ersten 10 Minuten liefen auch hervorragend. Durch die aggressive Abwehrarbeit konnte der Ball ein ums andere Mal erobert und schnell nach vorne getragen werden. So führte man zu diesem Zeitpunkt bereits verdient mit 5:0. Allerdings schlichen sich danach einige Unkonzentriertheiten ein, die zu technischen Fehlern führten. Die Ottobrunner Defensive u.a. mit Torhüterin Lena Schmidt war aber hervorragend aufgelegt, so dass Allach in der ersten Halbzeit nur zwei Treffer erzielen konnte. Einzig und alleine die zu hektische Spielweise der Ottobrunner und die etwas zu schnell abgeschlossenen Angriffe waren Schuld, dass man sich nicht bereits in der ersten Hälfte des Spieles deutlich absetzen konnte. Zur Halbzeitpause stand es demnach „nur“ 8:2.
Es war schwer die Ottobrunner Motivation für die zweite Hälfte aufrecht zu erhalten. Zu groß war ihre Überlegenheit. Dennoch konzentrierte man sich jetzt besser, so dass einige schöne spielerische Elemente zum Torerfolg führten. Der Ball lief jetzt teilweise wie am Schnürchen durch die Angriffsreihen. Zu erwähnen ist hier noch, dass Franziska Geiger ihr erstes Rückraumtor erzielen konnte und deshalb ihren Mitspielerinnen die nächste Champagnerdusche spendieren darf. Die Ottobrunner Mädels zeigten den zahlreich erschienen Zuschauern aber noch zu wenig ihres Könnens, was aber auch der nicht gerade attraktiven Spielweise der Gäste zur Last gelegt werden durfte. Diese spielten einfach zu lange im Angriff, ohne wirklich eine Gefahr für das Ottobrunner Tor darzustellen. Von dieser Art Handball zu spielen ließen sich die Gastgeber vermutlich ein bisschen anstecken. Keiner hatte an diesem Tag nur einen kleinen Zweifel am Sieg der Ottobrunner. Die Frage war nur noch wie hoch der Sieg ausfallen würde. Das am Ende der Partie lediglich sechs Gegentreffer zugelassen wurden ist wirklich bemerkenswert, allerdings hätte man das Torkonto noch um einiges mehr aufbessern können.
Nichts desto trotz fuhren die Ottobrunner ihren vierten Sieg im fünften Spiel ein und sind nun gut vorbereitet für das Spitzenspiel am Samstag, 05.12.09, um 17:30 Uhr, beim Tabellenführer aus Raubling. Wenn alle Spielerinnen wieder topfit sind und wirklich das Abrufen was sie auch können, ist hier mit Sicherheit einiges drin.
Der TSV Ottobrunn spielte in folgender Aufstellung:
Lena Schmidt (Tor), Rebecca Kingsbury (6), Yvonne Lesewa (4), Pia Wagini (3/1), Lucia Luzzi (2), Miriam Liendl (2), Yvonne Langer (2/1), Franziska Geiger (1), Hanna Schmidt (1)

